Kurs:Forschung im Fachbereich Philosophie

Dieser Kurs gehört zum Fachbereich Philosophie.

Ziel

Anleitung zu ursprünglicher Forschung in der Philosophie und im Rahmen der Wikiversity.

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Lukas

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Sie interessieren sich für Philosophie? Sie haben eine Meinung zu einem philosophischen Thema? Sie würden sich gerne in unseren Fachbereich einbringen, wissen aber nicht wie?

Dann sind Sie hier richtig. Wie aus Ihrer Meinung einmal allgemeines Wissen werden könnte erfahren Sie in diesem Kurs, der Ihnen helfen soll ganz einfach unter Beachtung gewisser Richtlinien Forschung in unserem Fachbereich zu betreiben.


Forschungformen

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Grundsätzlich unterscheidet man primäre und sekundäre Forschung. Primäre oder ursprüngliche Forschung beschäftigt sich damit, komplett neues   Wissen zu schaffen, während sekundäre Forschung bereits vorhandene primäre Forschungsergebnisse zusammenfasst, analysiert oder kommentiert.

Die beiden Begriffe stammen aus dem Englischen und werden in der Wikipedia ausführlicher erklärt.
Primäre Forschung (En, De), Sekundäre Forschung (En)

In der Philosophie wird heute in den meisten Fällen sekundäre Forschung betrieben. Etwas überspitzt formuliert: Texte alter Philosophen werden solange studiert, bis man jemanden gefunden hat, dessen Meinung der Eigenen nahe kommt. Es ist natürlich sehr gut, wenn man weiß, was andere Leute zu einem bestimmten Thema geschrieben haben. Jedoch sollte man dabei in Betracht ziehen, dass auch dieses Wissen erst einmal entstehen musste. Das heißt, dass jeder Philosoph einmal primäre Forschung betrieben hat, diese ist also ein zentraler Teil der Philosophie.

Deshalb soll auf dieser Seite geklärt werden, wie ursprüngliche Forschung in der Philosophie und im Rahmen der Wikiversity idealerweise Aussehen sollte.

Ansichtssache

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Nun wird man sich denken können, dass eine jede Person im Zuge des Philosophierens zu verschiedenen (Forschungs-) Ergebnissen kommen mag. Damit nun nicht jeder diese direkt als der Weisheit einzigen und letzten Schluss darstellen kann, besitzt der Mensch die Gabe der Vernunft, um jene Ergebnisse zu überprüfen. Die Vernunft ist zum logischen Denken gedacht und genau das tut man bei einer solchen Überprüfung. Man untersucht die Thesen eines Philosophen, prüft sie dabei auf logsiche Widersprüche und sucht nach Begründungen in den Ausführungen.

Bei bestandener Überprüfung erhält die Forschung das Prädikat der   Wissenschaftlichkeit, welche sich durch „die methodische Suche nach neuen Erkenntnissen“ auszeichnet. Mit der Methode der Vernunft versuchen wir, neue Erkenntnisse zu erlangen und da wir der Einfachheit halber davon ausgehen, dass alle die gleiche Vernunft besitzen sollte man eigentlich muss man (rein logisch gesehen) zu den gleichen Erkenntnissen kommen. Dies ist nun erwiesenermaßen nur selten der Fall und wenn man nicht gerade Anhänger des   Relativismus ist, erklärt man sich dieses Phänomen durch die Beschränktheit des menschlichen Geistes, der zwar in der Lage ist, logisch zu denken, es jedoch bei einigen Gelegenheiten zu unterlassen pflegt.

Der Ausweg aus diesem Problem war für die Philosophen schon immer die Kommunikation (s.   Dialektik). Gegenseitig kann man sich solange auf Fehler in seinen Gedankengängen aufmerksam machen, bis jeder meint, er hätte alles verstanden. Das, was dabei herauskommt, nennen wir dann - vermessen, wie wir sind - Wissen und hoffen dabei, dass auch jede immer logisch denkende Entität unseren Überlegungen zustimmen würde.

Dem Aufmerksamen wird hoffentlich bereits auffallen, dass die Wikiversity eine ideale Plattform für eine derartige Form der Forschung ist. Der Austausch der Meinungen kann hier stattfinden und die dabei gewonnenen Erkenntnisse direkt festgehalten werden. Durch die Interaktivität, Dynamik und freie Zugänglichkeit sollte es möglich sein, schneller als je zuvor aus der Masse der Meinungen wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse herauszukristallisieren.

Damit wir nicht ins Blaue hinein einfach Irgendetwas machen, sollte man sich erst einmal vergegenwärtigen, was genau eigentlich noch getan werden muss. Unser Ziel ist es,

auf jede Frage der Philosophie eine solche Antwort zu finden, die jeder vernünftig denkende Mensch für richtig halten muss.

Das lässt sich einfach formulieren, aber wie schwierig die Erledigung dieses Anliegens ist, wird einem besonders deutlich, wenn man sich daran erinnert, dass schon seit gut   2500 Jahren daran gearbeitet wird und wir immer noch keine allgemein akzeptierten Forschungsergebnisse in der Philosophie haben.

Glücklicherweise sind wir nicht die ersten, die uns vor diese Aufgabe gestellt sehen und deswegen müssen wir uns nicht auch noch die zu den Antworten gehörigen Fragen überlegen. Und siehe da - es gibt derer gar nicht so viele, nämlich vier, wenn man   Immanuel Kant glauben schenken mag:

„Das Feld der Philosophie lässt sich auf folgende Fragen bringen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“ -   Logik (1800)
 
Schon gewusst?
Das erstaunliche an der Philosophie ist, dass man schon Philosophie betreibt, wenn man sich noch damit beschäftigt, was das eigentlich ist.

So beschäftigen wir uns z. B. momentan mit der Frage Wie kann ich wissen?, welche man auch problemlos in den Bereich der Erkenntnistheorie einordnen könnte.

Dies ist natürlich nur eine grobe Orientierung, aber die Fragen decken die wichtigsten philosophischen Disziplinen ab:

  • Erkenntnistheorie - „Was kann ich wissen?“
  • Ethik - „Was soll ich tun?“
  • Metaphysik - „Was darf ich hoffen?“
  • Anthropologie - „Was ist der Mensch?“

Selbstverständlich sind nicht nur die Fragen schon lange bekannt, es hat auch schon reichlich Versuche gegeben Antworten zu finden, nur gibt es, wie bereits geschildert, kaum Konsens. Dies bedeutet freilich nicht unbedingt, dass die richtige Antwort nicht schon gefunden wäre.

Das Hauptwerk Immanuel Kants zum Beispiel besteht in der Beantwortung der von ihm gestellten Fragen. Er ist dabei sehr systematisch, und rational vorgegangen, weshalb seine Arbeit ein gutes Beispiel für gelungene Forschung in der Philosophie darstellt. Sein ethischer Ansatz, der   katergorische Imperativ, kann als Grundlage der meisten heute anerkannten Menschenrechte gesehen werden und kommt somit einem Konsens schon relativ nahe. Dennoch gibt es auch damit einige Probleme, die noch zu lösen wären.

An dieser Stelle zeigt sich eine von den oben beschriebenen Forschungsformen leicht abweichende Möglichkeit auf. Um nicht jedesmal das Rad neu erfinden zu müssen bietet es sich an eine bereits existierende Theorie mit eigenen Argumenten zu untermauern. Ob man dies nun noch als primäre oder schon als sekundäre Forschung bezeichnen will ist hier nicht weiter interessant. Wichtig ist, dass es immernoch der Erfüllung der oben genannten Aufgabe dient.

Anleitung

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These und Begründung

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Alles beginnt mit einer Frage, obwohl man auch eigentlich auch direkt mit der Antwort darauf anfangen könnte. Diese ist dann die   These, welche es zu beweisen gilt.

Beispiel: Hat Glauben einen Sinn?

These: Glauben hat keinen Sinn.
Begründung: Nur rationales Handeln hat einen Sinn. Rationales Handeln bedeutet, aus einem bestimmten Grund die logisch daraus folgende Handlungskonsequenz zu ziehen. Glauben bedeutet eine nicht falsifizierbare Annahme zu machen. Nicht falsifizierbare Annahmen sind unbegründet. Konklusion siehe These.
(Dieses Beispiel ist absichtlich kontrovers gewählt um später die Diskussionszusammenhänge besser erläutern zu können.)

Prämissen bzw. Definitionen

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Erklärung oder Erläuterung

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Historie

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Diskussion

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