Kurs:Theorien der Internationalen Beziehungen/Übung - Historisches

Internationales SystemBearbeiten

Viele Akademiker sind sich einig, dass die Geschichte der Internationalen Beziehungen im Jahre 1648 mit dem westfälischen Frieden beginnt. Die Begründung ist, dass mit diesem Vertrag das uns heute Bekannte moderne Staatensystem gestaltet, der Begriff Herrschaft aufgenommen und das mittelalterliche Europa sein auf Religion begründetes System aufgegeben habe. In den westfälischen Verträgen habe man sich geeinigt, dass der Staatsführer der einzige Herrscher im Staat sei und dass der Staat ausserhalb der Staatsgrenzen an keine andere Stelle und an keinen anderen Staat gebunden sei (Souveränität). Ausserdem habe man die Idee des Nationalstaats unterstützt und vorangetrieben. Durch diese Entwicklung wurden die Staaten unterstützt Bürokratie, Diplomatie und Militär zu organisieren und zu systematisieren. Dieses in Europa wurzelnde System wurde durch die Kolonialisierung in der ganzen Welt verbreitet. Das heutige Internationale System wurde nach Ende des Kalten Krieges und der Unabhängigkeit der meisten kolonialisierten Staaten durch die Gründung eines Nationalstaates verwirklicht.