Projekt:Lesekreis "Die unbedingte Universität" von Derrida/Lesetagebuch

Sprechakt-Theorie nach AustinBearbeiten

Generelle Kritik:

  • Sprecherorientiert, keine Auseinandersetzung mit Hörer
  • Satzverhaftetheit: Grundeinheit ist der Satz
  • Fokus auf mündliche, dialogische Äußerungen
  • keine Beschreibung des Wechselspiels zwischen Sprecher/Hörer

• Klassifikation ist nicht vollständig (Bsp.: Sprechpausen

Historische Sprechakte sind zu berücksichtigen

Deutliches Indiz für historisch gewordene Wirkungsweisen professoralen Sprechens

Als Jacques Derrida seinen vielbeachteten Vortrag zur Zukunft der Universität auf Einladung von Jürgen Habermas in Frankfurt hielt, stellte ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung in eine Reihe mit den berühmten Reden Kants, Schellings, Nietzsches und Heideggers. Derrida entwirft eine bedingungslose, unbedingte Universität, die zugleich eine mögliche Orientierung für die Geisteswissenschaften insgesamt reflektiert und einschließt. Sein Versuch, eine moderne Form der Universität zu umreißen, kann der aktuellen Debatre über die Reform der Universität entscheidende philosophische Impulse geben. Sein Text verbindet dabei eine subtile und präzise philosophische Argumenta- tion mit einer pointierten politischen Position.


Sprechakte haben Bedingungen zu erfüllen

(1) Es herrschen normale Eingabe- und Ausgabe-Bedingungen Bedingungen bezüglich des propositionalen Gehalts: (2) In der Äußerung T drückt S die Proposition aus, dass p. (3) Indem S ausdrückt, dass p, prädiziert S eine zukünftigen Akt A von S. Einleitungsbedingungen: (4) H würde es lieber sehen, wenn S A ausführt, als wenn er es unterlässt und S glaubt, dass es H vorziehen würde, wenn S A ausführt, als wenn er es unterlässt. (5) Es ist weder für S noch für H selbstverständlich, dass S A beim normalen Gang der Dinge ohnehin ausführen würde. Aufrichtigkeitsbedingung: (6) S beabsichtigt A zu tun. wesentliche Bedingung: (7) S beabsichtigt, sich mit der Äußerung von T zur Ausführung von A zu verpflichten. spezielle Bedingungen: (8) S beabsichtigt (i-1) bei H die Erkenntnis (K) zu bewirken, dass die Äußerung von T als Verpflichtungsübernahme zur Ausführung von A gilt. S beabsichtigt, K durch die Erkenntnis von (i-1) zu bewirken, und S beabsichtigt, dass (i-1) aufgrund von Hs Kenntnis der Bedeutung von T erkannt wird. (9) Die semantischen Regeln des Dialekts, den S und H sprechen, sind von solcher Beschaffenheit, dass T korrekt und aufrichtig nur dann geäußert wird, wenn die Bedingungen (1)-(8) erfüllt sind.

SimulakrumBearbeiten

Digitale Medien = Simulation

Simulakrum