Kurs:Die Nisaner – Dresdens Ureinwohner/12. Jahrhundert

Die Wurzeln des Kreises liegen in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Das Gebiet umfasst im Wesentlichen das Kerngebiet der Markgrafschaft Meißen. Bis ins 16. Jahrhundert bestanden die Strukturen alter sorbischer Unterbezirke, der Supanien (sorbisch župa), im Kreis.

Kreisamt Meißen



Die unmittelbar neben der neugotischen Johanneskirche liegende Kirche war bis 1898 Pfarrkirche. Das Bauwerk ist ein Barockbau aus der Zeit um 1700 unter vereinzelter Verwendung älterer Reste. Der Vorgängerbau war eine romanische Saalkirche aus dem letzten Drittel des 12. Jahrhunderts, die nach Kriegszerstörung 1636 wiederhergestellt und 1669 erweitert wurde. In den Jahren 1691–1701 erfolgte ein größerer Umbau und Abriss der alten Kirche,

Vor dem Chorraum ist heute die Lage der romanischen Apsis im Fußboden markiert. Die Mauer mit der Sakristeitür entspricht dem Verlauf der romanischen Chornordwand und enthält noch romanische Bausubstanz.

St. Urban (Meißen-Cölln)


Die Cöllner St.-Urban-Kirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück und war ursprünglich ein romanischer Saalbau. Eingepfarrt waren die heutigen Meißner Stadtteile Vorbrücke, Zaschendorf, Nieder- und Oberspaar sowie im Mittelalter möglicherweise auch Weinböhla. Von 1691 bis 1701 wurde sie im Barockstil neugebaut und diente im 18. und 19. Jahrhundert als Pfarrkirche. In der St.-Urban-Kirche, die 1985 nur knapp dem Abriss wegen fehlender Mittel entging, blieb ein ausdrucksstarker gotischer Flügelaltar erhalten.


Cölln (Meißen)




Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort indirekt als „Rabinowe“ im Jahr 1235.[3] Nach Schöttgen kommt diese Namensform aus dem Sorbischen.[4] Als Kolonisten gelten fränkische Siedler unter dem burggräflich-dohnaischen Dienstadligen Burchhardus de Rabinowe, der wohl mit dem 1206 erwähnten Burkhard von Kaitz identisch ist. Die Herrschaft Rabenau mit ihrer um bzw. kurz vor 1200 dort auf einem Felssporn über dem Oelsabachtal errichteten Wehranlage Burg Rabenau als Mittelpunkt scheint von Kaitz ausgehend angelegt worden zu sein. Dieser Siedlungszug ordnet sich in die Kolonisation der Burggrafen von Dohna an den Weißeritzen mit den Schwerpunkten Burg Thorun (Pesterwitz), Rabenau, Dippoldiswalde, Höckendorf bzw. Ruppendorf ein.


Rabenau (Sachsen)