Autorinnen/Autoren

Manuela Blank

Iris Kriegl

Clemens Maier


Materialien
Kursleitung
Falko Wilms


Konfliktbearbeitung als Führungsaufgabe


Abstract

Im täglichen Miteinander von Organisationen entstehen häufig Spannungsfelder oder gar Konflikte, die es gilt als Führungskraft systematisch und situativ zu bearbeiten.

Den Mitarbeitern in Organisationen soll den nötigen Freiraum für die selbstständige Konfliktbewältigung gegeben werden, bei fortgeschrittenem Konflikt, der die Arbeitsleistung maßgeblich beeinträchtigt, sollte die Führungskraft gezielt eingreifen und Maßnahmen setzen.

Zur Analyse des vorliegenden Fallbeispiels wurden theoretische Grundlagen von Konflikten, deren Entstehung und Bewältigung in Unternehmen aufgearbeitet und praktisch angewendet. Aufgrund der Einstufung des bestehenden Konfliktes mittels Theorie konnten Lösungsvorschläge ausgearbeitet werden.

Das Thema Konfliktbewältigung ist für Führungskräfte eine Herausforderung, da jeder Konflikt unterschiedlich zu behandeln ist. Konflikte sollten so früh wie möglich wahrgenommen werden, damit eine weitere Eskalation vermieden werden kann und die Wertschöpfung des Unternehmens nicht gefährdet wird.


Zu den grundlegenden Anforderungen einer Führungskraft gehört die Kompetenz mit Konflikten umgehen zu können.

Dabei greift die Führungskraft nicht zwingender Maßen in jeden Konflikt gleich ein. [1]. Vielmehr sollte sie in der Lage sein Präventivmaßnahmen gezielt zu setzen und bei Konfliktsituationen vernünftig abzuwägen und gegebenenfalls Interventionen zu tätigen. Im Zuge dessen sollte die Führungskraft entscheiden können, ob sie eventuell in der Rolle eines Mediators auftreten, externe Hilfe in Anspruch nehmen oder abwartet kann und soll. [2]


Oft erfordert die Bearbeitung eines Konfliktes mit festgefahrenen Positionen das Verstehen der Ursachen dieser Umstände.

Diese Konfliktursachen zu kennen, hilft bereits im Vorfeld Präventivmaßnahmen zu setzen, damit keine Konflikte entstehen können. Konflikte können aus unterschiedlichen Gründen hervorgehen, dabei spielen Persönlichkeitsmerkmale eine große Rolle. Jeder setzt sich mit einem Konflikt auf eine andere Art und Weise auseinander, dies kann den Verlauf und die Intensität beeinflussen. Weitere Konfliktursachen ergeben sich aufgrund unzureichender Kommunikation, persönliche Einstellungen, Wertvorstellungen, Gefühle, Zielevorstellungen, Zuständigkeiten usw.[3]


Konflikte erkennen und als solche auch zu akzeptieren ist der erste Schritt zur Konfliktbewältigung.

Ein Konflikt kann sich durch unterschiedliche Anzeichen bemerkbar machen. Situationsbedingt gibt es zu unterscheiden, ob es sich nur um ein Spannungsfeld, welches sich von selbst wieder löst, oder um festgefahrene Positionen handelt. Von einem Konflikt wird gesprochen, wenn sich zwei oder mehrere Parteien in deren Aufgaben blockieren und zwischenmenschliche Probleme vorherrschen. [4] Dabei werden Konflikte meist auf einer emotionalen Ebene ausgetragen und machen sich somit auch bemerkbar. [5]


Konflikte durchlaufen in der Regel verschiedenste Stufen, die es gilt im Rahmen der Konfliktbewältigung zu beachten.

Konflikte und die damit verknüpften Emotionen entstehen langsam und entwickeln sich mit der Zeit. Wird dem Konflikt keine Beachtung geschenkt, wird er immer unberechenbarer und führt zur Eskalation. Glasl unterteilt den Verlauf eines Konfliktes in neun Stufen. Dabei werden diese wiederum in drei Phasen unterteilt. Die Win-Win Phase, Win-Loose Phase und die Loose-Loose Phase. Ist die Phase eines Konfliktes bestimmt, so können gezielte Maßnahmen zur Deeskalation beziehungsweise Konfliktlösung gesetzt werden. [6]


Ein Ansatz zur Konfliktbearbeitung und –vermeidung ist das Konfliktmanagement.

In seinem systematischen Vorgehen setzt es frühzeitig bei Spannungsfeldern an und versucht die Entstehung des Konfliktes zu verhindern. Konfliktmanagement beachtet dazu die Aspekte der Konfliktwahrscheinlichkeit, deren ökonomischen Auswirkungen und die grundlegende Akzeptanz des Konfliktes. Konfliktmanagement wird im betriebswirtschaftlichen Umfeld meist von internen Organisationseinheiten durchgeführt. [7]


Nachweise und Anmerkungen

  1. Sprenger (2007), S. 186-188
  2. Niermeyer; Postall (2007), S. 19
  3. Jehle (2007), S. 130
  4. Proksch (2010), S. 4
  5. Jehle (2007), S. 115
  6. Kurray (2008), S. 30; Huber et al. (2011), S. 289
  7. Schwarz (2012), S. 328–330


Literaturverzeichnis

Huber, Eugen/Kuster, Jürg/Lippmann, Robert/Schmid, Alphons/Schneider, Emil/Witschi, Urs/Wüst, Roger (2011): Handbuch Projektmanagement. 3. Auflage. Springer-Verlag Berlin, Heidelberg.

Jehle, Nadja (2007): Konflikte Innerhalb Von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften: Eine Empirische Untersuchung Branchenspezifischer Einflussfaktoren. Springer.

Kurray, Martin (2007): Change Management - Problemlösung durch den Einsatz von Mediation in Change Prozessen. GRIN Verlag.

Niermeyer, Rainer; Postall, Nadia (2007): Führen: die erfolgreichsten Instrumente und Techniken. Haufe-Lexware.

Proksch, Stephan (2010): Konfliktmanagement Im Unternehmen: Mediation Als Instrument Für Konflikt- Und Kooperationsmanagement Am Arbeitsplatz. Springer DE.

Schwarz, Gerhard (2012): Konfliktmanagement: Konflikte erkennen, analysieren, lösen. Springer DE.

Sprenger, Reinhard K. (2007): Das Prinzip Selbstverantwortung: Wege zur Motivation. Campus Verlag.