Aneta Misheska

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Muttersprache Makedonisch


IPK im Wintersemester 2010/2011

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Kurs: Internet-_und_Projektkompetenz/Fragen

Name Studiengang vhb Wiki Thema Forschungsland Homepage
Kursleiterin Eva Sondershaus, M.A. Eva Sondershaus [IPK-Zentrale]
Aneta Misheska MA ANIS Aneta Mazedonien
Anna Sapronenko BA Germanistik Anna Siebenbürgen
Erika Barabas DaF,BaC Erika Süd Amerika
Cordula Menacher BA DaF/DaZ Cordula
Albena Staykova BA DaF Benita30 Chile, Bulgarien
Sarina Grauer LA GS/Erweiterung DaZ Sarina Chile, Bulgarien
Katharina Gempel LA GS/Erweiterung DaZ Katharina USA
Susanne Judenhahn LA Gymnasium:Engl/Span/DaZ Susanne USA
Petar Petkov MA Politikwissenschaft/Soziologie/DaF/DaZ PetarPetkov Chile,Bulgarien
Eleonora Miller BA DaF/DaZ Eleonora Serbien


Thema der Projektarbeit IPK

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Während meines bisherigen Studiums habe ich recherchiert, wie viele deutsche Wörter es in den süd-slawischen Sprachen gibt. Auch habe ich die Germanismen in der makedonischen Sprache schon in meinem Bachelorstudium in Makedonien untersucht, darunter in welchen Wissensgebieten und in welchen Zeiträumen am meisten entlehnt worden sind. Das Internet- und Projektkompetenzseminar (Kulturelle Identität, interkulturelle Prozesse und Kulturvergleiche. Identitätskonstituierende Aspekte der Globalisierung) wollte ich dazu nutzen, mich weiter in diese Problematik einzuarbeiten.
Dozentin: Eva Sondershaus

Einleitung

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Inhalt dieses Projektes ist eine Annäherung der Begriffe Fachkommunikation und Kultur genauer erläutert werden. Im weiteren Verlauf werden diese Begriffe als Grundlage der thematischen Problemstellung herangezogen und anhand der deutschen Entlehnungen im Makedonischen zu einem Einblick in die Vielfältigkeit dieses Problems zusammengeführt.

Fragestellung

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Die dem Projekt zu Grunde liegende Fragestellung lautet:


Deutsch als Machtinstrument in der Fachkommunikation (an Beispiel MAKEDONISCH)


Fachsprachen als Machtinstrument (an Beispiel Deutsch-makedonische Beziehungen)

Anmerkung und Keywords: Deutsch als Lingua Franka; - (inter)Kultur, - technische Woerter als Entlehnungen; viel von Deutschland übernommen: 1. Sprache vs. Kultur.

Sprache und Kultur

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«Von allem, was die Menschen erfunden und ausgedacht,

bei sich gehegt und einander überliefert,
was sie im Verein mit der in sie gelegten und geschaffenen Natur hervorgebracht haben,
scheint die Sprache das größte, edelste und unentbehrlichste Besitzum.»[1]

Alle Menschen leben in einer spezifischen Kultur und entwickeln sie weiter. Das Kulturorientierungssystem wird aus den spezifischen Symbolen wie zum Beispiel: Sprache, Kleidungsstile, Begrüßungsritualen u.a. gebildet[2]. In diesem Sinn spielt die Sprache eine wichtige Rolle in der modernen Gesellschaft als Medium des Austausches geistiger Errungenschaften. Dies macht sie zum Produktionsmittel der Gesellschaft als Ganzes, nicht nur für einige Peronen bzw. Linguisten. In immer größerem Maßstab als jemals zuvor kommt es in unserer Informationsgesellschaft darauf an, schnell über Informationen verschiedenster Art zu verfügen. Um zu gewährleisten, dass die Sprache kein Hindernis darstellt, muß an ihr gearbeitet werden, genauso wie an der Verfeinerung materieller Produktionsmittel wie z. B. Werkzeuge und Maschinen. Daraus folgt, dass fortwährend Zeit in die Sprachforschung investiert werden müsste. Eine der wichtigsten Investitionen ist die Beziehung zwischen Sprache und Kultur, danach in die Fachkommunikation u.a.
Die Sprachen haben einen Marktwert. Das ist der Tauschwert, den sie als Ware haben. Die Faktoren, die sich auf den Marktwert einer Sprache auswirken, sind unterschiedlichster Art: politischer, kultureller, religiöser und vor allem wirtschaftlicher. Der Kurswert des Deutschen ist in den letzten Jahren gestiegen, besonders auf dem europäischen Markt. [3]

Auch muss bei Betrachtung der Sprache immer der kulturelle Kontext berücksichtigt werden. Denn „Sprache als soziale Erscheinung [..] spiegelt immer Sitten, Gebräuche, geistige Strömungen, Veränderung von Lebensbedingungen und den Wandel gesellschaftlicher Strukturen wider“ (Stedje, 1989, S.10).
Die Sprache beschränkt sich nicht auf ihre werkzeughaften Rolle. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Kultur. Wörter und Redensarten können Ausdruck von Kultur, aber auch von Unkultur sein. Sie können unheildrohende Teilchen einer Welt des Schreckens sein. Z. B. Deutsch war auch die Sprache in der SS und der Gestapo, in den Konzentrationslagern und der Volksschädlings-Verordnung. Trotz des Abstands von über 60 Jahren errinnern die Opfer der Shoa und ihre Abkömmlinge die deutsche Sprache noch immer als eine aggressive und gewalttätige Sprache[4].

In der interkulturellen Forschung wird Kultur verstanden als: „Die Gesamtheit von Attitüden, Grundsätzen, Annahmen, Werten und ertvorstellungen, Verhaltensnormen und Grundeinstellungen, die von einer Gruppe geteilt werden, die das Verhalten der Gruppenmitglieder beeinflussen und mit deren Hilfe diese das Verhalten anderer interpretieren“[5] ,

Die Kultur prägt die Lebensweise und Vorstellungswelt von Gesellschaft und Individuum. Sie regelt das soziale Verhalten, das seinerseits wieder auf die Kultur zurückwirkt. Die Kultur ist somit einem Wandel unterworfen, sie wird geformt durch Änderungen innerhalb einer Gruppe oder der Gesellschaft und prägt ihrerseits die Menschen, die in ihr leben. Sie steht im Spannungsfeld zwischen Tradition, sozialem Erbe und Innovation.

Fachsprachen als Kommunikationsmittel

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Die Menschen streben heutzutage nach einer Kommunikation ohne Grenzen. Ist das eine tägliche Herausforderung, oder nicht? Die weltweite Fachkommunikation hat wegen der rasanten technisch-wissenschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches zugenommen und macht heute mehr als 80 Prozent der Informationen aus, die über die neuen Medien ausgetauscht werden.

  1. Internationalisierung, neue Informations- und Kommunikationstechnologien, Wissenszunahme – der Erfolg setzt effiziente Kommunikation voraus.
  2. Unternehmerische Stärke erwächst nicht zuletzt aus dem Beherrschen der Fachkommunikation.
  3. Fachkommunikation geschieht über Fachsprachen.[6]

    Warum die deutsche Kultur und Sprache hat so einen großen Einfluss auf Süd-Ost Europa? Und warum benutzt man eine Fremdsprache?
  • WEIL Sprachen Tore zu fremden Kulturen öffnen,
  • WEIL man durch das Erlernen einer Fremdsprache die eigene Kultur besser versteht,
  • WEIL Fremdsprachen die soziale Kompetenz fördern,
  • In meisten Unternehmen legen beit Ihren MitarbeiterInnenauswahl Wert auf Fremdsprachenkenntnisse.
  • Jede/r EU BürgerIn sollte mindestens ZWEI Fremdsprachen beherrschen[7].

Wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Makedonien und Deutschland

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Die deutsch-makedonischen Beziehungen sind auf allen Gebieten eng und freundschaftlich, d. h. nicht nur in zwischenstaatlichen Beziehungen, sondern letzlich immer auch in zwischenmenschlichen. Eine wichtige Brücke zwischen den Ländern bildet dabei die makedonische Diaspora in Deutschland, welche aus ca. 70.000 Personen besteht. Die Hauptstadt Skopje unterhält zwei Partnerschaften mit deutschen Städten: Nürnberg und Dresden. Die gemeinsamen Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich dynamisch. Deutschland ist der zweitgrößte Handelspartner Makedoniens und das Handelsvolumen hat sich in den vergangenen fünf Jahren nahezu verdoppelt. Trotzdem ist das Potential dieser Wirtschaftsbeziehungen noch nicht ausgeschöpft, siehe die Investitionen in der Telekomminkationsbranche, wie zum Beispiel Die Deutsche Telekom.

Für Makedonien sind die Länder des deutschsprachigen Raums die wichtigsten Partner in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Zum Beispiel: nur Deutschland hat Gesamtzusagen in Höhe von etwa 150 Millionen Euro für Mazedonien gegeben. Die deutsch-makedonische wirtschaftliche Zusammenarbeit zeichnet sich durch Projekte mit finanzieller und beratender Unterstützung aus. Die Schwerpunkte dieser Projekten in den letzten 20 Jahren waren: Wasserversorgung und Abfallentsorgung; kommunale Infrastruktur, technische Berufsausbildung, Stärken der Zivilgesellschaft, Förderung von Unternehmen u.a. Die Kultur, Bildung und Wissenschaft leben vom internationalen Austausch. Auch in Makedonien wird das Angebot der deutschen Botschaftaustauschprogramme, wie zum Beispiel die Stipendien des DAAD und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Erasmusprogramme u.a. angenommen.
Seit 2007 gibt es auch ein Goethe-Institut in Skopje. Auch existieren zwei freiwillige Kulturgesellschaften (in Skopje und Bitola), in denen regelmäßige Veranstaltungen durchführen werden, die beweisen, dass die makedonisch-deutschen Beziehungen ein echtes Fundament besitzen. Erwähnenswert ist auch die Zahl der Nobelpreisträger, die aus dem deutschsprachigen Raum kommen. [8]

Weitere Informationen siehe folgende Website[9]

Deutsch als Verkehrssprache im Makedonischen

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Der Terminus Lingua Franka bzw. Verkehrsprache ist schon im 19. Jhr. bekannt und wurde damals als Handelssprache, die aus Sprachelementen der romanischen und arabischen Sprachen bestand, an der süd-östlichen Mittelsmeerküste verwendet. Heutzutage bezeichnet man mit diesem Begrifder eine Sprache, die von Sprechern verschiedener Muttersprachen als gemeinsame Kommunikations-sprache genutzt wird. Weit verbreitete Verkehrssprachen sind heutzutage: die Englische und Spanische Sprache. Aber meine Recherche hat bestätigt, dass Deutsch als Lingua Franca, besonders in den technischen Bereichen, für die meisten Balkansprachen. Deutsch als Verkehrssprache, ermöglicht und erleichtert den Verkehr auf Gebieten der verschiedener Sprachgemeinschaften, wie zum Beispiel: Handel, Diplomatie, Verwaltung und Wissenschaft.
Ein sehr großer Teil des makedonischen Wortschatzes wurde aus anderen Sprachen übernommen und teilweise auch an die makedonische Sprache angepaßt. Entlehnungen spiegeln vielleicht nicht unbedingt unser Weltbild wieder, lassen aber erkennen, zu welchen Zeiten ein besonders intensiver Austausch mit – oder Einfluß von – fremden Kulturen stattgefunden hat. Durch die folgenden Beispielen bestätigt man, dass die deutsche Sprache in den letzten Jahren in Ost- und Südeuropa sowie auf dem Balkan einen großen Aufschwung erlebt hat.

  • Deutsche Entlehnungen in Maschinenbau-Terminologie
 * Radabzieher,(Spiral-)bohrer, Bohr(-maschine), Bolzen, Dexel,Dübel, Fräser, Hammer, Hobel, Knupfel, Lager, Meißel, Mutter,   
     Schraube, Schleifer, Schmirgel(-papier),reiben, Seile, Sichel, Spachtel,Stange,Stecker, Steckdose, Zange u.a.
  • Deutsche Entlehnungen in Transport-Terminologie
 * Anlasser, Auspuff, Blende, Blinker, Bremse, Büchse, farben, Felge, Gepäck, Klemme, Kupplung,Leerlauf, Radkappe, rückwärts, 
     Scheibe, schweißen, schleppen, spritzen, Simmering, T-Stück, Vergasser u.a.
  • Deutsche Entlehnungen in Bau-Terminologie
 * Bagger, Baustelle, Gesims, Geländer, Kran, Mörtel, rutschen, Schindel, Stange, Strass, Träger, Ziegel u.a.
  • Deutsche Entlehnungen in Druckzubehör-terminologie
 * Absatz, Ätzmaschine, Binder, Entwickler, heften, Klatsch, Kopierer, Spalte, stampfen, Stanzmaschine, Teerpapier, Tüllstoff,
     Winkler, Wischer,Wellpappe, Werk u.a.
  • Deutsche Entlehnungen in Medizinische Terminologie
 * Ätzschorf, Alzheimer-Krankheit, Bruch, Gicht, Kafer, Kocho-Bazillus, Kropf, Luftbad, Mitesser, Pflaster, Röntgenrohre, 
     Röntgenstrahlungen, Salzgeist, Spritze, Tupfer, Wasserkopf, Zoster u.a.
  • Deutsche Entlehnungen in Textilindustrie- Terminologie
 * beizen, Wolle, Drapierung, Kragen, Krawatte, Trauer, Filz, Flecke, Futter, Schlitz, schnüren, Schnitte, SchneiderIn, 
     Spielhose, Spitze, streifen, steppen, Stöckel, Stoff u.a. 
  • Deutsche Entlehnungen in Militär-Terminologie
* Anschluss, Blitzkrieg, Führer, Haube, Kampf, Kripo, Panzer, Swastika, Schlacht, Stellung, Stuka,Schutzbund, Wermacht u.a. 
  • Deutsche Entlehnungen in Wirtschaftsterminologie
 * Börse, kosten, Kammer, Klaster, Muster, pauschal, Rabatte, Fracht, Hinterland, sparen u.a.[10]

Deutsche Entlehnungen in den anderen Balkan-Sprachen

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Neue Dinge oder Sachverhalte müssen benannt werden.Sie machen neue Benennungen erforderlich.Des öfteren entstehen zunächst mehrere konkurrierende Benennungen, von denen sich auf Dauer eine Benennung durchsetzt. Andere Benennungen verschwinden.Manche Dinge und Sachverhalte, z.B. modische Sportgeräte, verschwinden nach kurzer Zeit wieder und mit ihnen ihre Benennungen. Wie dynamisch der Wandel im Wortschatz einer Sprache ist, das zeigt ein Blick in meine Untersuchung. Harlass und Vater(vgl. Harlass / Vater 1974)haben bereits damals den Rechner (oder sagt man Computer?) dazu verwendet, um eine große Menge von Zeitungstexten nach Wörtern zu durchforsten, die nicht in den einschlägigen Wörterbüchern des Deutschen, in ihren damaligen Auflagen, verzeichnet waren. Hier eine kleine Auswahl:Autoboot, Elektronenblitz, Kettenladen, Perlonspitze, Etuikleid, Plattenwechsler, Schwedenliege, Wabenklinge. Neben diesen heute ungebräuchlichen Wörtern (und Dingen), aus denen uns der Geist der 60er Jahre anblickt, verzeichnen die Autoren Ausdrücke für Dinge und Sachverhalte, die uns auch heute vertraut sind:Bildschirm, Klarsichtfolie, Leitplanke, Schaumstoff[11].
Ein weiterer wichtiger Grund ist die Prägung eines neues Ausdrucks für Bekanntes und bereits Benanntes mit dem Ziele, der Benennung eine neue stilistische Note zu geben: Banker klingt besser als Bankangestellter, Low-Cost- hat, als Wortbestandteil einen weniger schlechten Ruch als Billig-. Drittens können Mehrfachbenennungen zur außerordentlich feinen Differenzierungen der Verwendungszusammenhänge führen. Beim Wortpaar Computer, Rechner scheint sich eine Differenzierung anzubahnen, nach der Rechner eher im fachlichen Diskurs, Computer in der Alltagssprache verwendet wird. Schließlich kann die Lust an der Spielerei mit Wörtern zu sehr schillernden und im gegebenen Zusammenhang treffenden Neubildungen führen: der Standort Deutschland, dessen ständiger Beschwörung man überdrüssig ist, wird im Zusamenhang mit Benzinverknappung zum Stillstandort. Solche wortschöpferische Tätigkeit überschreitet gelegentlich die Grenze zur Poesie. Die so entstehenden Wörter sind meistens Eintagsfliegen (Okksasionalismen), nur wenige bzw. meistens Fachtermini finden Eingang in die Wörterbücher.

Viele Wörter haben ihren Weg aus fremden Ländern und Kulturen in die makedonische Sprache gefunden, sowie die deutschen Wörter. Bei der Übernahme von syntaktischen, semantischen oder grammatikalischen Merkmalen einer Sprache in eine andere aufgrund von Sprachkontakten, sprechen wir von Entlehnungen.

Albanisch

Albanische Gastarbeiter haben viele deutsche Wörter mit in ihre Heimat gebracht. Der Bierkrug heißt im Kosovo krikëll, da er sich vom bayrischen „Krügerl“ herleitet. Interessant ist, dass das Lehnwort shalter im Albanischen die Doppelbedeutung von „Lichtschalter“ und „Postschalter“ beibehalten hat. Außerdem gibt es im Kosovo die Wörter srafciger („Schraubenzieher“), Speis („Speisekammer“) und Virsle („Würschtle“); es wird gesagt, dass gëzuar von „Gesundheit“ stammt.

Bosnisch

Im Bosnischen bezeichnet rikverc den Rückwärtsgang eines Fahrzeugs, das am besten rostfraj (rostfrei) zu sein hat.

Bulgarisch

Deutsche Wörter, die fast unverändert in die bulgarische Sprache übernommen wurden, sind zum Beispiel „Bohrmaschine“ (бормашина, bormaschina), „Auspuff“ (ауспух, auspuch), „Schiebedach“ (шибидах, schibidach) und aus dem Bereich des Skisports die „Schuss(fahrt)“ (шус, schus).Auch das deutsche Wort „Anzug“ wird im Bulgarischen verwendet. Allerdings bedeutet es dann „Trainingsanzug“.

Griechisch

Das (Neu-)Griechische hat vor allem durch γκασταρμπάιτερ gastarbáiter („Gastarbeiter“), die einen Teil ihres Lebens in Deutschland oder Österreich verbracht haben, Lehnwörter aus dem Deutschen übernommen. Dazu gehören Wörter wieσνίτσελ snitsel („Schnitzel“),βίρστελ birstel („Würstel“) und φροϊλάιν froilain („Fräulein“), aber auch Wörter, die andere Sprachen ebenfalls aus dem Deutschen übernommen haben, wie λούμπεν lumben („Prolet“ oder „Lumpenpack“).

Kroatisch

Durch die österreichisch-ungarische Monarchie wurden oft spezifisch österreichische Wörter übernommen, z. B. paradajz („Paradeiser“, die wortwörtliche Übersetzung rajčica wird immer häufiger gebraucht),špajza („Speis“, Speisekammerknedli („Knödel“), putar („Butter“, eigentlich maslac), ribizli („Ribisel“, Johannisbeeren), šnicla („Schnitzel“, eigentlich odrezak), fijaker („Fiaker“), foranga („Vorhänge“), herceg („Herzog“), majstor („Meister“) oder tišljar („Tischler“, eigentlich postolar).

Ebenso sind Bezeichnungen wie pleh („Blech“), cajger („Zeiger“), žaga („Säge“), šalter („Schalter“), šrafciger (ugs. „Schraubenzieher“, eigentlich odvijač) oder curik bzw.rikverc („zurück“ bzw. „rückwärts“, für den Rückwärtsgang beim Auto) in Kroatien allgemein geläufig. Insbesondere im technischen Bereich herrschen nahezu keine phonetischen Unterschiede zum Deutschen, den meisten Kroaten sind diese deutschen Fachbezeichnungen auch ohne gute Sprachkenntnisse bekannt.

Sehr selten werden die Ausdrücke špajscimer („Speisezimmer“), badecimer („Badezimmer“), forcimer („Vorzimmer“), šlafcimer („Schlafzimmer“) und cimer fraj („Zimmer frei“) in der Umgangssprache gebraucht (neuere Entlehnungen zur touristischen Verständigung mit Deutschsprachigen).

Die Waschmaschine wird umgangssprachlich oft auch vešmašina genannt (eigentlich perilica za rublje). Interessant ist etwa auch der Begriff cušpajz („Zuspeise“), der für eine Art Gemüseeintopf verwendet wird.

Serbisch

Eine Ausstellung in Wien über die Gastarbeiter in Österreich hat den serbischen Titel gastarbajteri. Auch in Serbien wird ein besonders eifriger Schüler als štreber bezeichnet. Schlag, vom österreichischen „Schlagobers“, steht in seiner verkürzten Form für „süße Sahne“.

Vom österreichischen Wort „Paradeiser“ beeinflusst, heißt die Tomate in Serbien Парадајз (paradajs).

Slowenisch

Das Slowenische hat aus dem Deutschen hauptsächlich die österreichische Version deutscher Wörter übernommen. Dazu gehört das Wort nagelj für „Gewürznelke“ (von dem Wort „Gewürznagel“). Hingegen kommt krompir von dem pfälzischen Wort „Grumbeer“ („Grundbirne“) für „Kartoffel“.

Weitere Beispiele [1]

Interviews

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Aufgrund der räumlichen Trennung wuerdn alle Interviews mit „skype“ durchgeführt und die Gespräche mit einem Audioprogramm aufgenommen. Danach wurden die transkribiert, um sie analysieren zu können. Am Ende ist eine Auswertungen der einzelnen Interviews angeführt und mit einer Verlinkung zu den Interviews Ergebnissen versehen.

Proband 1

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  • Rahmendaten: Geschlecht: männlich, Alter:39, Herkunft:Makedonisch, aber zurzeit lebt in Slowenien und arbeitet in Österreich

Proband 2

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  • Rahmendaten: Geschlecht: männlich, Alter:29, Herkunft: Makedonisch
  • Interview 2

Proband 3

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  • Rahmendaten: Geschlecht:weiblich, Alter: 35, Herkunft: Makedonisch, seit 2007 lebt und arbeitet in Zürich, in der Schweiz.
  • Interview 3

Proband 4

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  • Rahmendaten: Geschlecht: weiblich, Alter: 30, Herkunft: Makedonisch

Interviews Ergebnisse

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Interviews Ergebnissen

In Folge der Weltentwicklung reisen nicht nur Unternehmer, Kaufleute, und Politiker rund um die Welt. Der technologische Fortschritt im Verkehrswesen gestattet es jedermann, die weite Welt und anderen Kulturen kennenzulernen. Auch das Computergebrauch und die neuen Kommunikationstechnologien aller Medien bleiben nicht ohne Einfluss auf das künftige Schicksal der Sprachen.
Die deutschen Entlehnugen sind im Makedonischen sehr verbreitet. Am meisten gehören in den Kategorie der technischen Bereichen (ca. 300), aber auch viele andere in der allgemeinen Sprachen. Durch Stipendienprogramme versuchen die EU-Länder bzw. am meisten die Länder vom deutschsprachigen Raum Makedonien im Bereich der Wissensvermittlung und EU-Beitritt zu unterstützen. Dadurch spiegeln sich Kultur und Geist der deutschen Nation in der makedonischen Sprache wieder. Es beweiss man das gleiche auch durch die herausragenden makedonisch-deutschen Beziehungen.
Die allen Beispiele von den häufig gebrauchtigen deutschen Entlehnungen in der makedonischen Sprache haben gezeigt, dass es am meisten Nomen d.h. Benennenungen für Gegenstände, Instrumente, Maschinen, Therapien, Krankheiten entlehnt sind; danach kommen die Verben bzw. Bezeichnungen für Verhandlungen und Förschungensprozesse. Die deutschen Adjektive sind seltener übernommen (wie zum Beispiel kaputt, pauschal, falsch- meistens im allgemeinen Gebrauch und nicht als Fachtermini).
Im Gegensatz zum globalen Gebrauch und Dominanz von Englischen, die auf allen fünf Kontinenten vertreten ist, Deutsch hat sich nicht so viel enwickelt. Aber sein Gebrauch und seine Prestige im technischen Bereichen, vor allem bei den jüngeren Generationen in Süd-Ost Europa, ist sehr wichtig in der heutigen Zeit aller Balkansprachen (bzw. in den letzten 20 Jahren), weil die deutschen Inovationen eine wichtige Rolle spielen. Dementsprechend wird auch die makedonische Sprache und Kultur durch den Einfluss der deutschen Termini täglich verändert.

Einzelnachweise und Quellenangaben

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  1. Jacob Grimm 1785 - 1863
  2. Handbuch Interkulturelle Kommunikation und Kooperation, von Alexander Thomas,Eva-Ulrike Kinast,Sylvia Schroll-Machl (2005: 21-27)
  3. Deutsch als Verkehrssprache in Europa (Florian Coulmas1993: 9-26)
  4. Jutta Limbach: Hat Deutsch eine Zukunft Verlag .H. Beck oHg, Muenchen 2008, S. 21-39
  5. http://www.techfak.uni-bielefeld.de/ags/wbski/lehre/digiSA/KommIntelligenz/hunscha_souris.pdf (Spencer-Oatey, 1999)
  6. http://www.iim.fh-koeln.de/dtp/terminologieRaDT.html#kommunikation
  7. www.oeh.jku.at/files/Fachsprachen.ppt
  8. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen_Nobelpreistr%C3%A4ger
  9. http://www.skopje.diplo.de/Vertretung/skopje/de/05/Wirtschaftliche__Zusammenarbeit/Wirtschaftliche__Zusammenarbeit.html
  10. Abschlussarbeit von Aneta Misheska, S. 64-103
  11. http://www.linse.uni-due.de/kuntermund_loewenmaul/etymologie_html/bereiche/wortbestand/wb02.htm

1. Ammon, Ulrich: Die internationale Stellung der deutschen Sprache.Berlin: de Gruyter, 1991

2. Wochenzeitung GLOBUS, erschienen am 7.April 2009 (Interview mit der deutschen Botschafterin in Skopje)
3. Born, Joachim & Stickel, Gerhard:Deutsch als Verkehrssprache in Europa. Berlin, New York: de Gruyter, 1993, S. 262-299

4. Abschlussarbeit Deutsche Entlehnungen im Makedonischen - technische Terminologien von Aneta Misheska, 2010

5. Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt. Verfasser: Bundesrepublik Deutschland/Auswärtiges Amt

6. Limbach, Jutta: Hat Deutsch eine Zukunft. München: H. Beck oHg, 2008

7. Thomas, Alexander/ Eva-Ulrike, Kinast/ Sylvia, Schroll-Machl: Handbuch Interkulturelle Kommunikation und Kooperation.

  Band 1: Grundlagen und Praxisfelder. Verlag: Vandenhoeck &Ruprecht, 2005 (online)

8. Kulturgeschichte. Fragestellungen, Kozepte, Annährungen. von Christina, Lutter/ Margit, Szöllösi-Janze/ Heidemarie, Uhl.Band 4, Studienverlag, 2004

9. Institut für Interkulturelle Kompetenz und Didaktik: Lingua franca - Definition und Bedeutung http://www.ikud.de/Lingua-franca.html (19.01.2011)

10. www.invest-in-germany.de